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Die Geschichte des Heilstollens
Die Idee einen Heilstollen einzurichten kam dem Mediziner Dr. Schütz aus
Berchtesgaden, während er als Kriegsgefangener in Wieliczka bei Krakau (Polen) in einem Salzbergwerk
Kranke versorgte und feststellte,
dass die Gesundung sehr viel rascher eintrat, als er es bisher
erfahren hatte. Der Salzheilstollen in seiner heutigen Gestalt besteht seit 1990 und ist der Einzige
in Westeuropa. Nachdem der Heilstollen einige Jahre von einer Klinik in Berchtesgaden betrieben
wurde, hat ihn nun die Heilstollen Berchtesgaden GmbH übernommen.
Der Salzheilstollen ist von einem riesigen Salzstock eingefasst. Im Obersalzberg
wird seit ca. 500 Jahren Salz abgebaut. Noch heute werden ca.
400.000 Tonnen Sole jährlich gewonnen
und nach Bad Reichenhall gepumpt, um dort zu Salz verarbeitet zu werden. Bei dieser Menge wird der
Salzstock noch über 200 Jahre hinweg den Abbau ökonomisch gestatten. Im Salzbergwerk befindet sich
auch ein Salzmuseum, das jährlich von mehreren hunderttausend Besuchern aufgesucht wird.
Da viele Menschen bei einem
Stollen an Enge denken wurde der Heilstollen
sehr großzügig geplant und gebaut. Mit einer
Grundfläche von 850 qm ist der er sehr geräumig.
Er liegt 850 meter horizontal im Untersalzberg
und ist bequem zu erreichen. Mit der
Elektrokleinbahn fährt man 750 meter in den Berg
und geht dann auf sehr gut ausgebauten und
beleuchteten Stollen 100 meter zum Heilstollen.
Der Stollen verfügt über eine eigene, vom
restlichen Bergwerk nahezu unabhängige
Sauerstoffzufuhr, die zudem im Heilstollen einen
Überdruck erzeugt und somit Luft aus dem
Bergwerk fernhält.
Stand: 21. August 2008
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