Wir reisten vom hohen Norden an,
zu dritt kamen wir mit der Eisenbahn.
Herr Fliege tat es im Fernsehen verkünden:
Im Salzbergwerk kann man Heilung finden!
So marschierten wir täglich, ob Sonne, ob Regen,
dem Heilstollen drunten im Tale entgegen
und rollten täglich hinein in den Stollen
auf Bergmannswagen mit eisernen Rollen.
Dicht gedrängt, wie Hühner auf der Stange
- manchem wurde dabei auch mal bange! -
rumpelte und ratterte das Züglein hinein
tief in das mächtige Salzgestein,
durch enge Gänge, dann ruckzuck um die Eck‘
- es flog sogar eine Mütze mal weg! -
In der Tiefe des Berges erschallte ein Raunen:
„Welch‘ prächtige Halle“, wir alle staunen.
Ein Stück zu Fuß, wie alle andern,
sollen wir bis zum Tor des Heilstollens wandern.
Hier begrüßt uns der „Chef“ mit seiner Helferschar
und macht uns täglich von neuem klar:
Wer Linderung sucht in einer speziellen Kur,
findet diese durch Öffnen des eigenen Innern nur:
Nicht ärztlicher Rat, Salben und Pillen,
hier hilft Eigenverantwortung und eigener Willen!
Wer sich dem Wunder der Natur nicht verschließt,
wird spüren, wie heilende Kraft ihn durchfließt!
Wer sich weit öffnet und atmet die Sole tief ein,
wird von der Wirkung des Heilstollens begeistert sein!
Schwatzen, Husten und Schnarchen sind verpönt,
jeder sich schnell an die wohltuende Stille gewöhnt.
Die „gestaltete Stille“, wie Dr. Bürklin sie nennt
Und wie man sie selten im Alltag sonst kennt!
Wie immer im Leben, alles Einstellungssache ist:
Begeistert am ersten Tag schon ist der Optimist.
Der Pessimist blickt nach Wochen zurück:
Ich hatte mal wieder überhaupt kein Glück!
Täglich fahren viele Menschen in den Stollen hinein,
ein jeder Besucher mit einem anderen Zipperlein.
Ob Asthma, Bronchien, Schwäche im Immunsystem:
Man liegt im Stollen auf der Liege warm und bequem.
Man atmet Sole tief in die Lungen hinein.
Auch die Ohren vom Tinnitus kann man befrei‘n.
Doch erst, wenn man glaubt, können Wunder geschehen,
und wenn man sie dann erlebt, sind die Wunder so schön!!!
Ich möchte Ihnen heute die erbetene Rückmeldung erstatten. Ich war im November 3 Wochen im
Heilstollen und kann von einem erfreulichen Erfolg berichten: Neben dem erhofften körperlichen
Energiezuwachs bin ich auf dem Wege zu mir selbst - ganz unverhofft - auch ein Stück weiter
gekommen und dabei in ganz neue Gefilde geraten.
Diese beiden wertvollen Erfahrungen verdanke ich nicht nur dem Stollen selbst, sondern auch
den erfreulichen mitmenschlichen Begegnungen. Und ich denke dieses Miteinander entsteht durch
die zugewandte und einfühlsame Art und Weise, mit der Sie und Ihre Mitarbeiter auf Ihre Gäste
eingehen.
Ein zusätzlich schönes Erlebnis waren für mich immer die einführenden Worte, die Sie und Ihre
Mitarbeiteinnen vor dem Betreten des Stollens fanden. Ich habe das als kostbares kleines Ritual
empfunden. Es könnte für meinen Geschmack gerne noch etwas ausgebaut werden. Neben Ihnen möchte
ich besonders hervorheben, Maria Gabriela, die uns an ihren ganz eigenen, heilsamen Gedanken z.
B. zur inneren Achtsamkeit teilhaben ließ und Bärbel S. mit ihrer erfrischenden herzlichen Art.
Ihnen allen meinen herzlichen Dank! - Angenehm berührt hat mich auch, dass Sie alle, auch wenn
es einmal kleine Unstimmigkeiten (z. B. Schnarchen) gab, Ihren freundlichen Ton beibehielten und
auf die geäußerten Wünsche eingingen (was ja nicht immer Erfüllung bedeuten muss). Es war zu
spüren, dass Ihnen diese Art des Miteinanders wirklich ein inneres Anliegen ist.
Da ich Ihnen, lieber Herr Dr. Bürklin, darin zustimme, dass auch die Unterbringung wichtig
ist, möchte ich noch berichten, dass meine Reise auch darin unter einem guten Stern stand: Wir
hatten eine Ferienwohnung im Ederhaus (mehrere Wohnungen) in Berchtesgaden, Am Dokterberg 2. Das
Haus wird von einem jungen Ehepaar Wohlrab in 4. Generation geführt; die Eltern, Ehepaar Kurtz,
leben mit im Haus. Man spürt hier die Familientradition, der das Wohlbefinden ihrer Gäste genau
wie Ihnen ein Herzensanliegen ist. Das Haus ist zu Fuß in 15 Minuten vom Stollen zu erreichen,
man kann sich aber auch vom Makt-Therme-Bus zum Marktplatz (Haltestelle GH Neuhaus) bringen
lassen, von dort ist es dann noch 1 Minute Fußweg. Ich kann diese Unterkunft wärmstens
empfehlen. Dort fand ich neben dem Stollen eine zweite liebevolle Kraftquelle.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Mitarbeiterinnen, auch den freundlichen jungen Damen im Büro, die
sich nie aus der Ruhe bringen ließen, ein frohes und erbauliches Weihnachten und für das Neue
Jahr viel frische Kraft für Ihre schöne Arbeit.
Mit Freundlichen Grüßen - Auch im Namen meines Mannes, den es bei dem herrlichem Wetter (im
November) etwas mehr in die Berge zog.
heute vor einer Woche verabschiedete ich mich in Ihrem Büro von Ihnen und sagte Ihnen zu,
mich schriftlich auf Ihre Frage, ob mir der Besuch im „Heilstollen“ bekommen sei, zu äußern.
Diesem, meinem Versprechen komme ich heute nach.
Erst einmal kann ich Ihnen Ihre Frage mit „ja“ beantworten. Ich habe mich in den vergangenen
Jahren nie so gut erholt, wie während meines Aufenthaltes im Berchtesgadener Land (kombiniert
mit meinem „Heilstollen“ – Besuchen). Sie können davon ausgehen, dass jemand, der einen
dreiwöchigen Aufenthalt plant, physisch wie psychisch eine starke Bürde mit sich herumträgt. Bei
meiner Einschreibung in Ihrem Sekretariat war ich derart angespannt, dass ich schlichtweg
vergaß, sämtliche Beschwerden in den Fragebogen einzutragen.
Dies hole ich hier nach:
Migräne (seit ca.25 Jahren – so stark, dass ich meine Berufstätigkeit aufgeben musste), Tinnitus,
Schlafstörungen, Depressionen, extreme Geruchsempfindlichkeit (keine Duftstoffe, Parfüm,
Reinigungsmittel etc.), Allergien / Überempfindlichkeiten ( Pflanzen, Medikamente etc.),
Nasennebenhöhlen- / Ohrenbeschwerden, Arthrose in der Halswirbelsäure.
Ich reiste also an, um mein gesamtes Immunsystem zu stärken, meine Psyche zu stabilisieren
und etwas Linderung zu erhalten.
Die ersten Besuche im „Heilstollen“ bereiteten mir Tränen während meines Aufenthaltes dort.
Dann begegnete ich gedanklich Menschen aus meiner Familie, die bereits lange verstorben sind und
denen ich selbst nie begegnete. Warum dies in der Art mit mir passierte, weiß ich nicht zu
erklären. Als dieses Erleben hinter mir lag, kehrte immer mehr Ruhe in mein Inneres ein. Ich
bemerkte mehr und mehr die „Erholung“.
Ich schlafe jetzt besser und einige der auslösenden Faktoren meiner Migräne sind nicht mehr
vorhanden. Und wie bereits erwähnt, fühle ich mich sehr erholt. Außerdem bin ich wieder
fröhlicher und ausgeglichener.
Im nächsten Jahr würde ich gerne diese „Kur“ wiederholen.
Sehr geehrter Herr Dr. Bürklin, am letzten Tag meines Aufenthaltes hatte ich Gelegenheit,
mich mit dem im „Heilstollen“ befindlichem Forscherteam kurz zu unterhalten, dessen Ergebnisse
bzw. Erkenntnisse mich sehr interessieren würden. Wo werden diese veröffentlicht?
Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Heilstollen“ – Tätigkeit jeden Erfolg und verbleibe
Seit 20 Jahren widerstanden meine Nebenhöhlenprobleme jeder Behandlung. Ein einziger Besuch
im Heilstollen hat mich befreit und mir wieder einen klaren Kopf beschert. Meine Dankbarkeit ist
was ich sagen kann!
Heute ist mein letzter Besuch hier im Heilstollen. Mir haben diese drei Wochen sehr gut
getan. Körper, Geist und Seele sind wieder ansprechbar, alles in Ordnung. Glücklich und
zufrieden fahre ich nach Hause. Wünsche Ihnen weiter viele zufriedene Gäste.
Herzlichen Dank.
Alles Gute Ihnen Herr Dr. Bürklin und Ihren Mitarbeitern.
Dem Lied von Matthias
Claudius, „Der Mond ist aufgegengen…“
nachempfunden und im Heilstollen geträumt.
Die Stille Kammer
Wie ist der Berg so stille
und in des Salzes Hülle
so mütterlich und hold;
als eine stille Kammer,
wo ihr des Tages Jammer
im weißen Gold verträumen sollt.
Als ich morgends in der
Dämmerung losfuhr schien der Vollmond auf der einen Seite und war gerade am Schlafen gehen und
das Licht kam von der gegenüberliegenden Seite langsam über den Horizont herauf. Die aufgehende
Sonne über den Bergen hochkommend ist wohl schon eine Erfüllung für sich, golden und dann alle
Farben leuchten lassend, in diesen bunten Herbstfarben!!!
Der Heilstollen ist wie eine Kathedrale. Die Freude so tief in das Innere eines Berges -
wieder - zu kommen. Erst Kindheitserinnerungen an den Königsee, dann das Salzbergwerk, die
Rutsche, dann immer tiefer und tiefer in Bewußtseinsebenen, wo viele Plätze als Heilplätze
genutzt wurden. Auf der Erde -in der Erde -ein Heimkommen zu sich selbst - zu GOTT.
Wellen von Vibrationen, wie wenn der Körper in allem schwingt und alle Zellen Öhrchen haben.
Es passiert immer wieder, bei klassischer Musik und Tönen in der Natur -hier im Heilstollen -
zeitlos-Liebe, Wellen von Dankbarkeit- für ALLES.
Nachher liefen meine Füße von alleine mit eigenem erhöhten Tastsinn und die Rückfahrt 2
Stunden zum Starnberger See in einer großen - aus sich heraus leichten Konzentration. Heute
morgen sind die Farben immer noch leuchtender und intensiver.
Nein in unseren späten Jahren dürfen wir erfahren wie wertvoll ein Heilstollen unter Tage
sein kann. Wir wissen noch nicht, welche Erfolge wir erzielen können.
Doch nachstehendes ist Fakt.
Ihr gesamtes Personal vor Ort, hat sich unser mit soviel Hingabe, Liebe angenommen. Zuwendung
und Wärme die wir erhielten war fast grenzenlos. Mit manchen neuen Handgriffen nicht alleine
gelassen zu werden machte uns einfach glücklich. Dann noch die absolute Stille in unserer
hektischen Zeit, unter den Augen der Betreuer, rundete alles bis zur Vollkommenheit ab.
"Traditionell lindert
ein Aufenthalt im Salzheilstollen Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis,
Nasennebenhöhlenleiden und Heuschnupfen" heißt es viel versprechend in einem Propekt der
Betreiberfirma Heilstollen Berchtesgaden GmbH. Auch bei Krankheiten "psychosomatischer Herkunft"
werde ein positiver Effekt erzielt. Am vergangenen Mittwoch wollte sich die
Berchtesgaden-Urlauberin Ingeborg Heller selbst von den heilenden Kräften des Stollens
überzeugen. Gemeinsam mit ihrem Mann und rund 30 weiteren Personen nahm sie deshalb an einer
Sondereinfahrt mit anschließender "Tiefenentspannung mit tibetischen Klangschalen" im
Salzheilstollen teil.
Fast das ganze Jahr über ist der Salzheilstollen in Berchtesgaden geöffnet. in dem zwölf Grad
kühlen Stollen ist man vor elektromagnetischer Srahlung, Pollen und Feinstaub geschützt.
"Wir erwarten nicht, dass wir als junge Götter wieder rauskommen", sagt Ingeborg Heller
schmunzelnd. Die ältere Dame harrt gespannt der Dinge, die da kommen. Ingeborg Heller ist durch
einen Vortrag auf den Salzheilstollen aufmerksam geworden. Nachdem ihr Gatte einen Gutschein für
den Besuch desselben erhielt, beschloss sie:"Das machen wir". Und meint nun , als sie vor der
Stolleneinfahrt wartet, zuversichtlich:"Wir werden heute einfach mal so testen, wie einem das so
bekommt".
Zwei, die von der positiven Wirkung des Salzheilstollens hingegen komplett überzeugt wurden,
sind die Geschäftsführer Jan Freiherr von Werthern und sein Kollege Dr. Wolf Bürklin. "Im
Heilstollen liegt die Temperatur das ganze Jahr über konstant bei 12 Grad Celsius. Die hohe
Luftfeuchtigkeit von 75 bis 95 % hat den Vorteil, dass der Salzheilstollen völlig pollen- und
feinstaubfrei ist" erklärt Jan von Werthern. Man habe dort quasi ein Meeresklima. 250 Millionen
Jahre alte Salzstöcke schotten das Bergwerk ab. "So kann man entspannen, weil keine
elektromagnetischen Strahlen durchkommen" so der Heilstollen-Betreiber. Dass die
strahlungsneutralisierende Wirkung des Salzes äußerst stark ist, zeige auch die Tatsache, dass
Atommüll in Salzstollen endgelagert werden kann.
Salzkristalle enthalten außerdem fast 80 Elemente, die auch im menschlichen Blut vorkommen.
"Wenn der menschliche Körper jetzt Energiedefizite hat, dann können diese durch einen Aufenthalt
im Salzheilstollen ausgeglichen werden", fährt Jan von Werthern fort. Und sein Geschäftspartner
Wolf Bürklin, der gemeinsam mit ihm den Berchtesgadener Heilstollen ( der zuvor von einer
örtlichen Klinik betrieben wurde) im Juli 2002 wiedereröffnete, ergänzt: "Der Salzheilstollen
schützt den Menschen vor der Umwelt. da fängt der Körper an , sich zu erholen und die
Selbstheilungskräfte beginnen zu agieren. Im Grunde wollen wir die Menschen zu sich selbst
führen". Die heilende
Wirkung, die sich vor allem nach einer mehrwöchigen Kur besonders gut entfalte, liege
vermutlich im Entspannungseffekt. Und Wolf Bürklin gibt zu: "In unserer heutigen, hektischen
Zeit ist das natürlich eine Marktlücke."
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Schließlich hat Wolf Bürklin, so erzählt der
Geschäftsführer freimütig, vor rund fünf Jahren die positive Wirkung am eigenen Leib erfahren:
Nach mehreren Aufenthalten im Salzheilstollen wurde er von seinem Tinnitus- und
Nasennebenhöhlenleiden befreit. Daraufhin pachtete er den Salzheilstollen kurzerhand, denn: "Was
mir gut tut, soll auch anderen gut tun." Wie gut ein Aufenthalt in dem Stollen wirklich tut,
sollen Erfahrungsberichte der Besucher beweisen: Danach, so heißt es in den Unterlagen, haben 76
% der Asthmatiker und Bronchitis-Kranken eine subjektive Verbesserung ihres Zustandes gespürt.
Es sei "schon richtig", dass die Leute nach einem Besuch im Heilstollen Erleichterung verspüren,
bestätigt auch ein bekannter Spezialist für Atemwegserkrankungen aus der Region.
Ob die Heilungskräfte nun wissenschaftlich erwiesen sind oder nicht, ist den Besuchern, die
vor dem Bergwerk auf die Einfahrt in den 850 Quadratmeter großen Salzheilstollen warten,
anscheinend völlig gleichgültig. Eine Gruppe von rund 30 Personenstaht abwartend um eine kleine
grüne Elektrobahn herum, die im Monat rund 1000 Besuchereinfahrten bewältigt. Mit diesem
ungewöhnlichen Beförderungsmittelwerden sie gleich ins Innere des Berges gefahren. Die
Wartenden, die größtenteils in dicke Anoraks eingepackt sind und bunte Wollhauben auf dem Kopf
tragen, sind sichtbar aufgeregt. Und so vergeht einige Zeit, bis jeder den passenden Sitzplatz
auf dem Einfahrtswagen gefunden hat. Als dann endlich alles verstaut ist und alle startbereit
sind , mahnt die Betreuerin Heidrun Neikes noch einmal mit lauter Stimme: " Bleiben Sie während
der Fahrt sitzen!"
Dann gaht es los: Laut rumpelnd setzt sich die Bahn in Bewegung. Kühl-feuchter, aber durchaus
angenehmer Wind wehr den Passagieren entgegen. In einem Affenzahn bahnt sich der kleine Zug
seinen 600 m langen Weg ins finstere Berginnere. Die Besucher, die während der Fahrt ein
bisschen durchgeschüttelt werden, halten sich alle gut an ihrem Vordermann oder an den
metallenen Sicherungen der Kleinbahn fest. Es geht vorbei an einem schwarz-weißem "Glück auf" -
Schild und schließlich kommt der Zug langsam zum Stehen. Nach einem Fußmarsch von 200 Metern
erreicht die Gruppe dann die große hölzerne Eingangstür zum Stollen. Im rustikalen hellen
Vorraum, der als Garderobe dient, entledigen sich alle ihren Rucksäcken, Taschen und
Straßenschuhen. Handys sind, ihrer elektromagnetischen Strahlung wegen, im Heilstollen selbst
natürlich nicht erlaubt. Die Füße in warme Hausschuhe aus Stoff gesteckt, marschieren die
Besucher im Gänsemarsch hinter Heidrun Neikes, Klangschalentherapeutin Hilde Bauhofer, Jan von
Werthern und Wolf Bürklin her. Im Salzheilstollen angekommen, dürfen sich alle flauschige dicke
Decken aus einer Kiste nehmen. Danach dauert es noch einige Zeit, bis jeder die für sich am
besten geeignete, breite Holzliege mit verstellbarer Rückenlehne gefunden hat. Mehrere Kissen
und eine weiche Unterlage sorgen für Liegekomfort. Besonders kälteempfindliche Teilnehmer werden
von Heidrun Neikes und den beiden Geschäftsführern höchstpersönlich mit Wärmflaschen versorgt.
Im Einklang mit sich selbst
"Den Service buch' ich mir auch für zu Hause", seufzt eine Besucherin zufrieden. Schließlich
sind endlich alle bis zum Kinn unter einem Berg von flauschig warmen Decken verschwunden. Das
Licht im Raum, der terassenförmig um ein Solebecken mit konzemtrierten Natursalz und einen
Springbrunnen angelegt ist, wird gedämpft. Nun ist nur mehr das angenehm-beruhigende Plätschern
des Wassers zu hören. Die Besucher liegen nun auch völlig ruhig auf ihren hölzernen
Behelfsbetten, als etwa nach einer halben Stunde der Springbrunnen ausgeschaltet wird.
Gesundheitstrainerin Hilde Bauhofer zündet einige kleine Kerzen an. Dann bringt sie mithilfe
eines Holzklöppels ihre verschieden großen, tibetischen Klangschalen buchstäblich zum Singen.
Weiche, entspannende Töne erfüllen leise den Raum. Die harmonischen Schwingungen der
Klangmassage, die schon vor über 5000 Jahren in der indischen Heilkunst Anwendung fand, wirken
entspannend auf die Körper der Besucher. "Viele spüren die Wirkung in Form von Kribbeln oder
Wärme" erklärt Klangschalentherapeutin Hilde Bauhofer. "Die Klangmassage nach Peter Hess hilft
dabei, den Kopf frei zu kriegen und den Mensch in Einklang zu bringen." Man käme sich dabei
selbst ein Stück näher. Tatsächlich ist bei den Veranstaltungsteilnehmern keine Spur von Stress
oder Verspannung mehr zu sehen. Völlig gelöst liegen Sie da, manche mit geschlossenen Augen, und
atmen leise und rhythmisch zum Klang der Schalen, die aus Bronze und zwölf weiteren Edelmetallen
bestehen, ein und aus.
Ruhe und Entspannung
Entspannt ist auch Isabella Kohlmeier, die gemeinsam mit einer Kollegin aus dem
Integrationskindergarten Trostberg in den Salzheilstollen gekommen. Eltern ihrer
Kindergarten-Schützlinge hatten den beiden mit den Worten " Ihr habt euch jetzt Ruhe und
Entspannung verdient" den Besuch in den Stollen zum Abschied geschenkt. " Das war ein e gute
Idee", ist Isabella Kohlmeier überzeugt. Und fügt nach kurzem Überlegen hinzu: " Man kann fast
sagen, wenn man Menschen mag, dann sollte man sie hierher schicken". Auch Ingeborg Hiller ist
nach dem zweistündigen Erlebnis, das jeder Besucher mit einem Gals leicht gesalzenen Solewassers
ausklingen ließ, begeistert: "Es war wunderbar. man hat sich so leicht gefühlt." Der Aufenthalt
im Salzheilstollen habe ihr "sehr gut getan" und sie werde sicher noch einmal wiederkommen. "Das
werde ich als schönes Erlebnis weitergeben", sagt sie. Und als alle Salzheilstollen-Besucher
nach ihrem Ausflug zurück ins Tageslicht treten, meint ihre Betreuerin Heidrun Neikes: "Ich
finde es erfreulich, wenn Leute mit einem ernsten Gesicht in den Heilstollen hineingehen und mit
einem Lächeln wieder herauskommen."
Seit der Eröffnung vor nunmehr drei Jahren wurde der Berchtesgadener Heilstollen für viele
Tausend Besucher zum Inbegriff für gesundheitsfördernde Entspannung. Fernab von
Wellnessprodukten im Mainstream-Design spürt jeder Besucher die unmittelbare Entspannung des
eigenen Körpers im Zusammenspiel mit den Jahrtausenden alten Heilkräften des Salzes.
Durch die Ruhe kommt die Kraft
Frei von störenden Umwelteinflüssen wie Lärm oder Umweltverschmutzung kommen die
körpereigenen Selbstheilungskräfte zur vollen Entfaltung. Dadurch kommt die medizinisch
erwiesene Wirkung der salzhaltigen Luft bei Atemwegserkrankungen wie Bronchitis, Asthma,
Nasennebenhöhlenleiden und allergischem Schnupfen zur vollen Entfaltung, die zur Heilung dieser
oft chronischen Beschwerden beiträgt.
In bequemer Freizeitkleidung - 800 Meter tief im Berg, inmitten eines Salzstockes, der dort
seit 280 Millionen Jahren ruht, hilft der Salzheilstollen, in diese absolute Entspannung
einzusteigen. Das Plätschern des Solebrunnens abgelöst durch Stille und das Licht der Salzlampen
an der Umrandung des Solebeckens lassen ein Gefühl hochkommen, als wäre man in einer großen
aufgehoben.
Da unten, 120 Meter
unter der Erdoberfläche am plätschernden Solebecken, eingehüllt in dicke Decken, umgeben von
Ruhe und dämmrigen Licht, fühlt man sich „wie in einer großen Gebährmutter“, heißt es auf der
Homepage des Salzheilstollens Berchtesgaden. Unabhängig davon, ob wir uns tatsächlich genauso
fühlen wollen, ist der Besucher dort vor allem eines: sicher. Das Salz des Stollens schirmt
jegliche Strahlung ab. Kein Elektrosmog, keine radioaktiven Strahlen, die Gäste können sich
abseits von ungesunden Umwelteinflüssen erholen. Eingekuschelt in dicke Decken wird bei
konstanten zwölf Grad Celsius und dem leisen Plätschern des Solebeckens entspannt.
Die Ruhe und die salzhaltige Luft sollen bei der Stärkung der Selbstheilungskräfte helfen,
was wiederum Atemwegeerkrankungen wie Asthma, Bronchitis, Nasennebenhöhlenleiden und
Heuschnupfen sowie Neurodermitis, Muskelschmerzen, Tinnitus und weitere Krankheiten mit
psychosomatischem Hintergrund lindern kann. Aber auch die Folgen von Alltags- und Berufsstreß
sollen durch den zweistündigen Besuch vermindert werden.
Die Einfahrt in den Salzheilstollen kostet 25 Euro.
Reservierungen über www.salzheilstollen.com oder Telefon: 08652/979535
Höhlentherapie Die Luft
unter Tage tut Asthmakranken und Allergikern gut.
Unsere Autorin Lena Köster hat es ausprobiert
Mit einem Bähnchen in einen engen Bergtunnel fahren, dessen Wände man mit den Händen greifen
kann? Das gefällt wohl nicht jedem, ist aber sicher einen Versuch wert. Uns Neulinge erinnert es
ein wenig an Geisterbahn-Fahren. Aber Gespenster begegnen uns keine auf dem Weg in den 800 Meter
tiefen Salzheilstollen von Berchtesgaden. Stattdessen wohltuende Stille, als zwei Frauen das
Holztor vor der Ruhehalle für uns öffnen.
„Erinnern Sie sich, wann Sie zuletzt jemand mit offenen Armen empfangen hat? Vertrauen Sie
sich dem Berg an „, meint unsere Begleiterin Heidrun Neikes.
Der mit Holzbohlen ausgelegte Raum ist imponierende 850 Quadratmeter groß. Im Zentrum liegt
ein künstlich angelegtes Salzwasserbecken. Der Salzgehalt der Luft wird noch erhöht durch
unzählige Salzwassertröpfchen, die von sieben Springbrunnen im künstlichen Solebecken in die
Luft abgegeben werden. Mehr als fünfzig Menschen können hier unbeengt Verband ( Speläon =
griechisch, Höhle ), zu dem sich zwölf Anbieter in Deutschland zusammengeschlossen haben.
Vom Harz über das Sauerland, den Thüringer und Bayerischen Wald, den Schwarzwald und die
Alpen zeiht sich eine Reihe natürlicher Höhlen und künstlich angelegter Stollen, in denen einmal
Erz oder Salz abgebaut wurde oder noch wird. Sie alle zeichnet besonders reine Luft aus, die
nach einer Untersuchung des Deutschen Wetterdienstes sogar noch wesentlich weniger belastet ist
von Staub, Pollen und Umweltgiften als die Luft am Meer oder im Hochgebirge.
Die Temperaturen liegen je nach Lage zwischen 7 und 13 Grad – für meinen zweistündigen
Schnupperkurs habe ich deshalb auch gleich 3 Decken geordert -, die Luftfeuchtigkeit beträgt
zwischen 85 und 100 Prozent. Das führt zu einer tieferen Atmung, wirkt krampflösend und
entzündungshemmend, Allergiker können freier atmen. Dass ein Aufenthalt in einer solchen
Umgebung vor allem für Menschen mit Atemwegserkrankungen und Allergien geeignet ist hat der
Speläotherapie-Verband von Prof. Dr. Michael Leichsenring an der Universität Ulm in einer Studie
untersuchen lassen. 120 Kinder mit der Diagnose „ Asthma bronchiale „ wurden drei Wochen lang je
zur Hälfte über bzw. unter Tage betreut. Bei denjenigen , die täglich zwei Sunden in Höhlen oder
Stollen verbrachten, verbesserten sich die Luftvolumenwerte, und ihre Hustenattacken gingen
zurück, während die Werte der über Tage gebliebenen kleinen Patienten gleich blieben. Weitere
Erkenntnis der Studie: Kinder mit schweren Asthmaerkrankungen profitieren mehr von der
Höhlentherapie als solche mit leichtem Asthma.
Künstlicher Klimawechsel
Die Ärztin Dr. Helene Weber betreut seit 10 Jahren die Besucher des Heilstollens im
baden-württembergischen Aalen und hat dort mit Gästen im Alter von sechs Monaten und neunzig
Jahren zu tun. „ Für die Kinder gibt es einen abgetrennten Spielbereich. Die Erwachsenen ruhen
täglich zwei Stunden im tiefen Stollen, einer großen Sandsteinhalle, die 400 Meter tief im Berg
liegt und 11 Grad kühl ist. Daraus ergibt sich ein vollkommener Klimawechsel.“
Ein Grund wohl, warum viele Besucher schnell einschlafen – ob mit oder ohne Entspannungsmusik
und Atemübungen. „ Die meisten unserer Besucher haben mit chronischer Bronchitis,
Nasennebenhöhlen-Entzündungen und Allergien zu tun.
Daher sind wir in der Heuschnupfenzeit von März bis Mai auch immer voll belegt“, erzählt Dr.
Weber. Nach einer dreiwöchigen Kur können viele chronisch Kranke die Dosis ihrer Medikamente
reduzieren oder das sonst täglich notwendige Cortison sogar ganz weg lassen.
Im Berchtesgadener Heilstollen ist die erste Stunde vorbei. Man hatte uns vorher gesagt, dass
zwischendurch einmal die Springbrunnen abgestellt würden, damit wir die völlige Stille des
Berges erfahren. Mir ist warm. Ein kurzer Blick hinauf zu den rötlich schimmernden Salzadern
über uns, und mit dem erneuten Plätschern des Wassers und der Geruch des Berges lassen bei
vielen Besuchern Bilder aus der Kindheit entstehen, verbunden mit dem Gefühl großer
Geborgenheit. Es leuchtet mir ein, dass die Höhlentherapie auch bei Erschöpfungszuständen,
Tinnitus und Schlafstörungen hilfreich sein soll.
Auch Neurodermitis bessert sich
In der Kluterthöhle im westfälischen Ennepetal wurde vor 50 Jahren die erste deutsche
Therapiestation eingerichtet. Dem ging eine zufällige Beobachtung voraus. Während des Zweiten
Weltkrieges hatten immer wieder Menschen in der Höhle Zuflucht gesucht. Asthmakranke unter den
Schutzsuchenden stellten fest, dass sie nach dem erzwungenen Aufenthalt deutlich besser atmen
konnten. Diese Wirkung wurde schon bald durch amtliche Untersuchungen bestätigt und die
Höhlenbehandlung als Kur bei Asthma, Bronchitis und Hauterkrankungen anerkannt. Eher durch
Zufall wurde vor Jahren entdeckt, dass sich im Stollen auch Neurodermitis bessert.
Ganz ohne ärztliche Betreuung trifft sich seit Jahren eine Selbsthilfegruppe von Asthmatikern
und Allergikern im Heilstollen von Neuenbürg bei Pforzheim, der für den allgemeinen Besuch noch
nicht zugänglich ist. Organisatorin Heidi Glauner ist seit 25 Jahren eisern dabei. „Ich habe als
junger Mensch schweres Asthma und Allergien gegen alles Mögliche bekommen und seit meinen
Besuchen keinen einzigen Anfall mehr gehabt.“ Aber nicht viele hätten dieses Durchhaltevermögen.
„Die nehmen lieber Tabletten.“ Neue Interessenten können sich über den Speläotherapieverband an
die Selbsthilfegruppe wenden und gemeinsam die 164 Stufen in den Neuenbürgener Stollen steigen.
„Manche haben so starke Atemprobleme, dass sie dem Besuch geradezu entgegenfiebern. Und die
meisten kommen dadurch mit weniger Medikamenten aus“ meint Heidi Glauner.
Ich schlafe nicht. Aber ich fühle mich frei und habe den Eindruck, bis in die Zehen hinein zu
atmen. Die Zeit ist abgelaufen. Ich mag gar nicht aufstehen. „Es ist bei jedem Besuch anders,
selbst für uns alte Hasen“, meint Heidrun Neikes. Auf dem Heimweg im Zug überfällt mich eine
wohlige Müdigkeit. Ich möchte gern wiederkommen. Dann nehme ich aber nur noch zwei Decken.
Quelle: Apothekerumschau 08.2004, Lena Köster
Ein Klang – und
Gesundheitserlebnis in Berchtesgaden
Warum sollten sich die Salzburger für den Heilstollen Berchtesgaden interessieren?
Ganz einfach. Es ist der einzige Salzheilstollen in Westeuropa. Eine wunderschöne, geräumige 850
m tief im Obersalzberg liegende Höhle, die nicht nur vormittags zur Linderung von
psychosomatischen Krankheiten aufgesucht wird, sondern auch ein beliebtes Ziel von
musikbegeisterten Besuchern ist, die sich nachmittags jeweils am Dienstag und Mittwoch zu
Klängen von Klangschalen in eine tiefe Entspannung wiegen lassen können.
Über 20.000 Besucher im Jahr 2003
In zwei Stunden fällt aller Stress des Tages bei Jung und Alt ab und man hat Zeit, in die
herrliche und ungewöhnliche Welt der Heilstollen einzutauchen. Auf bequemen Liegen, eingehüllt
in warme Decken, wird der Besucher von Klängen umgarnt, die Dank der unglaublichen Akustik so
rund im Raum schwingen, dass die Töne überall gleich gut zu hören sind.
Lärm raus - Ruhe rein
Im Mittelpunkt jedes Besuches steht das individuelle Wohlfühlerlebnis. Jeder der Besucher
wird dazu eingeladen, sich vollkommen zu entspannen, den eigenen Körper wahrzunehmen und alle
Einflüsse der Außenwelt hinter sich zu lassen. Ruhe steht im Vordergrund. Positive
Nebenwirkungen inklusive. Eine Voranmeldung ist empfohlen, um einen der 50 Plätze zu ergattern.
Heilstollen im
Salzbergwerk bringt Linderung und Entspannung
Berchtesgaden – Immer mehr chronisch kranke Menschen suchen Linderung im Heilstollen im
Salzbergwerk Berchtesgaden. Bis zu drei Wochen bleiben sie und fahren täglich für zwei Stunden
in das Bergwerk. Nicht nur bei Atemwegserkrankungen, auch bei psychosomatischen Beschwerden wie
Schlafstörungen und Tinnitus kann eine mehrwöchige Kur helfen. Grund genug für den
„Berchtesgadener Anzeiger“ dem Heilstollen einen Besuch abzustatten.
Für die Besucher des Heilstollens geht es schneller. Sie müssen nicht durch die Kleiderkammer
und zum obligatorischen Foto lächeln. Vom Treffpunkt geht es direkt zur Grubenbahn. Warm
eingepackt sitzen die Besucher da und anders als bei den Bergwerks-Besuchern wissen sie, was sie
erwartet. Denn für viele von Ihnen ist die Einfahrt zu einem täglichen Ritual geworden. „Wir
sind drei Wochen hier“, bestätigen die drei Damen vor mir im Zug die Zahlen. Wegen ihrem Asthma
sind sie gekommen und erhoffen sich von der Kur Linderung ihrer chronischen Krankheit. „Es ist
schon besser geworden“, bestätigt die eine, „auch mein Tinnitus war gestern ganz weg und heute
ist er nur etwas da.“ Wieso Tinnitus frage ich mich, was macht die Stolleneinfahrt beim Tinnitus
aus? Man kennt es aus dem Physikunterricht und irgendwie leuchtet es ein, dass dieser riesige
Salzstock das vergleichbar wenige Salz eines menschlichen Körpers beeinflussen kann. Also nicht
nur die Salzluft, auch das Salz selber birgt einen Teil des Geheimnisses.
Nach dem Einlass wird man gebeten, Hausschuhe anzuziehen. Man fühlt sich ein wenig komisch
mit den Schlappen an den Füßen in dem großen Stollen, aber überall ist Holzboden und es scheint
ein Ritual zu sein, die Straßenschuhe als Symbol des Alltags draußen zu lassen. Die beiden
Betreuer, die bei jeder Einfahrt dabei sind, weisen Liegen zu und verteilen Decken. Heute sind
es Gabi und Michael, die sich um die fünfzig Besucher kümmern. Ich bekomme eine Liege und Gabi
drückt mir eine zweite Decke in die Hand. Um mich herum beginnt ein faszinierendes Schauspiel.
Jeder hat seine eigene Technik, sich in die Decken zu wickeln. Manche breiten sie aus und
schlüpfen dann darunter, andere wickeln sie um sich. Wieder andere packen erst ihre Füße dick
ein und legen die andere Decke locker über sich. Die Betreuer stehen hilfreich zur Seite,
stopfen die Decken fest, verstellen die Kopfteile der Liegen oder holen noch eine Decke, weil
jemand doch lieber noch eine dritte will.
Zwischen Tag und Traum
Plötzlich ist es klar, an was das erinnert. Der Mann’sche Zauberberg ist zum Greifen nahe.
Hans Castorp, den Thomas Mann detailliert beschreiben lässt, wie sich die Kurgäste für die
Liegekur in der Davoser Höhenluft in ihre Decken hüllen, könnte das Gleiche über die Besucher
des Heilstollens erzählen. Nur ist man nicht auf, sondern im Zauberberg. Ich wickle mich auch in
die Decken, zwar nicht so routiniert, wie die anderen, aber schließlich ist alles einigermaßen
zugedeckt. Froh bin ich über den Tipp dicke Socken mitzunehmen. Denn anfänglich ist es noch
etwas kühl.
Das Licht wird abgedimmt und bald sind nur noch die Sprudel im Salzwasserbecken zu hören.
Zwei Stunden soll man nun so liegen? Vom Nachbarn sind schon ruhige Atemzüge zu hören. Jetzt
mitten am Vormittag wird von einem erwartet, ruhig da zu liegen und zu entspannen. Kann das
klappen? „Man muss sich auf den Berg einlassen“, sagt Wolf Bürklin. „ Der Stollen ist ein Ort
der Entspannung. Jeder muss seinen eigenen Bezug zum Stollen gewinnen.“ Wiederholte Besuche
fördern laut Bürklin, die Besserung der Atemwegserkrankungen, Linderung von Allergien, und
allgemein zur Stärkung der eigenen Lebenskraft. Aber auch Schlafstörungen und Tinnitus können
durch eine Kur verbessert werden.
Wieso das, kann man nun nachfragen, das hat doch nichts mit dem Salz zu tun. „ Wir stellen
immer mehr fest, dass Krankheiten mit psychosomatischem Hintergrund durch den Besuch im
Heilstollen gelindert werden können. Wir sind gerade dabei, das auszutesten. Außerdem wollen wir
das Phänomen wissenschaftlich untersuchen. Wir arbeiten eng mit Medizinern zusammen und
verschiedene Studien sind am Laufen. „ Es ist der hohe Entspannungsfaktor, kombiniert mit dem
Salz, sagt Bürklin, der den Stollen zu einem einzigartigen Naturheilverfahren macht. Darum
dürfen auch nicht mehr als 50 Personen in den Stollen, um größtmögliche Ruhe und Intimität zu
gewähren. „Wir wollen, dass sich die Menschen wohl darinnen fühlen und auch gut von uns betreut
werden können.“
Die Entspannung kommt schneller als man denkt. Ist es das Plätschern des Brunnens oder die
wohlige Wärme, die sich bald unter der Decke ausbreitet und einen sanft dösen lässt? Es ist
erstaunlich, wie ruhig es ist. Einmal wird der Brunnen ausgeschaltet, das registriert man so am
Rande, aber eigentlich befindet man sich in diesem Zwischenstadium von Wachen und Schlafen in
dem Zeit und Raum verschwinden. Eingehüllt in die Decken bildet man einen schläfrigen
Mikrokosmos. Das Gehirn schaltet ein paar Gänge nach unten und nimmt sich eine Auszeit. Im Berg
geborgen, denkt man sich und Assoziationen eines Kindes im Mutterleib liegen nahe. Als das Licht
angeht, möchte man gar nicht glauben, dass schon zwei Stunden vergangen sind. Am liebsten würde
man liegen bleiben. Zum Abschluss bekommt jeder ein mit Sole angereichertes Glas Wasser bevor
man wieder hinaus fährt.
Was ist das Geheimnis des Berges? Vielleicht gibt es darauf nicht nur eine einzige Antwort.
Es ist die Entspannung, es ist das Salz und es hat etwas mit uns selber zu tun. Unter dem Salz
scheint es leichter zu fallen, Körper und Seele in Einklang zu bringen.
Quelle: Berchtesgadener Anzeiger, 05./06.04.2003 , CGM
Salzbergwerk
Berchtesgaden: Selbstheilende Wirkung bei Atemwegserkrankungen
Berchtesgaden. Die Augen geschlossen höre ich nur einen Springbrunnen plätschern. Wohlig warm
ist mir auf meiner Liege, eingepackt in einen dicke Wolldecke. Kein störender Laut ist zu hören.
Und plötzlich verstummt das Rauschen des Wassers. Die nun folgende Stille lässt mich tief in
Gedanken versinken, in einen Dämmerzustand, dem Halbschlaf ähnelnd – und doch ganz anders.
Vollkommen ohne Zeitgefühl halte ich im dämmrig-warmen Licht die Augen geschlossen, will aber
nicht schlafen, um die so wunderbare Atmosphäre hier im Heilstollen im Salzbergwerk
Berchtesgaden voll auszukosten. Mit noch 49 anderen Genießern erlebe ich hier zwei Stunden, in
denen ich mich ohne fremde Anleitung oder fremdes Zutun vollkommen ausruhe, Stress und
Alltagssorgen hinter mir lasse ohne auch nur einmal in meiner meditativen Stimmung gestört zu
werden.
Viel hatte ich schon gehört von diesem „ Heilstollen“, stellte mir aber in meinen kühnsten
Träumen nicht vor, wie ungemein wohltuend auf Körper und Geist dieser Ort tief drinnen im Berg
wirkt. Bei 12° Celsius, 85-prozentiger Luftfeuchtigkeit, dem starken Salzgehalt und der
Staubfreiheit der Luft gibt der Stollen Kraft, auf sich selbst heilend zu wirken. Nicht
spezielle Krankheiten lindern und heilen, sondern das allgemeine Wohlbefinden steigern, den „
Sich selbst gut tun“ – Prozess anregen, ist das Ziel.
Besonders Atemwegserkrankte und Allergiker profitieren von dem von Dr. Wolf Bürklin im Juli
2002 übernommenen Stollen. Schlummerte der Stollen vorher mehr oder minder so vor sich hin,
schaffte es der bis dahin als Finanz-Manager Tätige in wenigen Monaten den Stollen aus dem „
Dornröschenschlaf“ zu erwecken und zu dem zu machen, was er heute darstellt. So überzeugt ist er
von „ seinem Stollen“; dass er selbst mit einfährt, die Besucher auf den Stollen mental
vorbereitet, eigenhändig in die Wolldecken wickelt und sich dann einen freien Platz suchend
einfach auch mit dazulegt.
Und dann geht das Licht an. 50 wohl Ausgeruhte, an Geist und Seele mit Kraft Aufgetankte
„erwachen“ aus dieser ganz besonderen Atmosphäre, schälen sich aus ihren Wolldecken und fangen
an sich wieder leise zu unterhalten. Fast getraue ich mich nicht zu sprechen, um die so
wohltuende Stimmung noch lange im Inneren festhalten zu können, muss aber wohl oder übel auf den
Zug aufsteigen und wieder nach draußen ans Tageslicht fahren. – Ganz bestimmt komme ich wieder.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Rosi Fürmann, Mai 2003
Alle Wollen in den
Stollen
Immer mehr Patienten kommen zum Heilschlaf in das Salzbergwerk Berchtesgaden
Berchtesgaden – In einer riesigen Höhle liegen fünfzig regungslose Gestalten. Roh behauene
Bergwände wachen über ihren Schlaf. In der Mitte ein kleiner Weiher, aus einem Brunnen
plätschert monoton das Wasser. Die kalte Luft schmeckt nach Salz. Das abgedunkelte Licht lässt
nur unscharf die in Decken und Schlafsäcke gewickelten Körper erkennen. Einzig lautes Atmen und
vereinzeltes Schnarchen verrät das Leben, zwei Stunden lang stört kein Wort die Stille. Im
Heilstollen des Salzbergwerks Berchtesgaden lassen Gesunde und Kranke die Kraft des 260
Millionen Jahre alten Salzstocks auf sich wirken.
Wenn nach 120 Minuten das Licht wieder volle Kraft ausstrahlt und sich die Besucher von ihren
Liegen erhoben haben, wirken sie zufrieden. Sie sind in den Berg gefahren, um ihre Krankheiten,
wie Asthma, Bronchitis oder Allergien zu lindern. Hier wollen sie die Selbst-Heilungskräfte des
Körpers stärken oder sich vom Stress erholen. Die 85-prozentige Luft-Feuchtigkeit, der starke
Salzgehalt und die reine Luft wirken. „ Meine Allergie wird deutlich besser“, sagt eine ältere
Frau nach dem Aufenthalt. Auch sie schafft den 150 Meter langen Gang zur elektronischen Lore
deutlich besser als den Hinweg.
Nach dem ratternden Ritt zurück an den Tag, nochmals 600 Meter aus dem Berg hinaus,
verabschiedet sich am Ausgang ein freundlicher Herr Anfang sechzig von den Gästen. Wolf Bürklin,
seit Juli diesen Jahres Betreiber des Heilstollens will den Besuchern das weitergeben, was ihm
der Salzstock gegeben hat. „ Der Stollen hat mein Leben verändert. Ich hatte chronische Nasen-
und Nebenhöhlenerkrankung und Tinnitus. Die Ärzte haben gesagt, das hast du dein Leben lang.
Nach einem Besuch des Heilstollens war das weg. Das war für mich wie ein Wunder.“ Und noch was
kann Bürklin bei seinem ersten Besuch kaum fassen: „ Dass da so wenig Leute sind, nicht mehr als
fünf oder zehn.“
Wolldecken vom Manager
Die zwei kleinen Wunder werfen das Leben des ehemaligen Topmanagers um. Nach der Arbeit in
der Hochfinanz – er führt große Firmenfusionen durch und baut eine der drei großen deutschen
Investment-Banken auf – wartet eigentlich ein Ruhestand nach Wunsch: Jagd in Ungarn, ein
hübsches Segelschiff, ein Haus in Berlin. Stattdessen pachtet Bürklin vom Salzbergwerk den
Heilstollen und bezieht eine Wohnung nahe Berchtesgaden. Vormittags fährt er als Betreuer mit in
den Heilstollen, isst mittags vegetarisch im Biorestaurant und packt in der Nachmittagstour
wieder wildfremde Menschen in Wolldecken. „ Meine Ex-Kollegen denken, jetzt spinnt er.“ Doch
Bürklin ist nur von einer alten Idee gepackt. Seit über 500 Jahren wird in Berchtesgaden Salz
abgebaut, den Bergleuten geht es gesundheitlich dabei nie schlecht. Von 1990 an nutzt ein
Berchtesgadener Krankenhaus die Wirkung des Salzstocks. Es baut die 850 Quadratmeter große Höhle
ästhetisch aus und installiert den Brunnen.
Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Klinik versucht sich das Bergwerk selbst als
Betreiber. Doch erst mit Bürklins Engagement vom Juli 2002 an brummt der Betrieb. Im Juli fahren
etwa 200 Menschen in den Stollen, im Monat November werden es mehr als 2500 sein.
Aus medizinischer Sicht gibt es keine Einwände gegen eine Therapie im Heilstollen, im
Gegenteil. „ Personen mit Atemwegserkrankungen und Allergien können davon profitieren“, sagt
Professor Rainer Hauck, Experte für Atemwegserkrankungen am Krankenhaus Bad Reichenhall. Streng
wissenschaftliche Untersuchungen als Beleg gäbe es zwar nicht, aber Berichte von Patienten
würden das bestätigen. „ Die Luftfeuchtigkeit und die Staubfreiheit wirken günstig, schaden kann
der Berchtesgadener Heilstollen in keinem Fall.“ Bürklin selbst warnt aber davor, den Stollen
als Medizin wie Hustensaft zu betrachten. „ Da fahre ich jetzt drei Mal rein, und dann bin ich
geheilt. So funktioniert das natürlich nicht.“ Er will, dass sich die Leute auf den Berg
einlassen. Sie opfern dem Heilstollen Zeit – und auch Geld. Ein Besuch kostet immerhin 25 Euro.
„Die Leute investieren in ihre Gesundheit, geben Geld bewusst für etwas aus, an das sie
glauben.“ Nur dann könne der Heilstollen wirken. Jede Tour begleitet er selbst, und erst wenn
alle Gäste in Decken eingepackt sind, sucht er auf Zehenspitzen einen freien Platz und legt sich
dazu.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, Heiner Effern, 29.10.2002
Die
strahlungsneutralisierende Wirkung schafft eine Atmosphäre der Tiefenentspannung.
Der Salzheilstollen Berchtesgaden wirkt nicht nur vielen allergischen und chronischen
Beschwerden entgegen sondern schenkt auch jedem Besucher ein Gefühl der Auszeit vom Alltag.
Nach Gründung der Heilstollen Berchtesgaden GmbH im Jahre 2002 ist der Salzheilstollen
Berchtesgaden der einzige der noch in einem tätigen Salzbergwerk beheimatet ist.
Auf einer Fläche von 850qm finden bis zu 110 Personen Platz. Um einen möglichst intensiven und
entspannenden Aufenthalt zu garantieren werden aber höchstens 50 Besucher in den Heilstollen
eingefahren. Das im Raum terassenförmig integrierte Solebecken läßt ein angenehmes Meeresklima
im Berg entstehen.
Salze sind wichtige Substanzen im menschlichen Körper. Sie unterstützten und regulieren
zahlreiche Stoffwechselfunktionen. Es braucht also ein Gleichgewicht von Wasser und gelöstem
Salz. Das Salz sollte aber nicht industriell raffiniert sein und ein ausgewogenes Verhältnis von
allen Spurenelementen enthalten.
Bei der Verbindung von Wasser und Salz entsteht die sog. Sole, auch „Flüssigkeit des Lebens“
genannt. Daher werden die Salzheilstollen auch als „Krankenhäuser der Natur“ bezeichnet.
Übrigens beträgt die Salzkonzentration in unserem Blut knapp ein Prozent, genau gleich wie im
Urmeer. Wasser kann bis zu 26 Prozent Salz aufnehmen; dann ist die Sole gesättigt.
In alternativen Therapien werden Menschen in Heilstollen erfolgreich behandelt. Und neue
wissenschaftliche Erkenntnisse belegen die elektromagnetische Feldwirkung der Salze auf die
menschliche Zelle. Durch das regelmäßige Trinken solch einer Sole mit hochwertigem Quellwasser
und Kristallsalz versetzt, sind Regenerationseffekte in Körper nachweisbar.
Asthma bronchiale
Allergische und chronische obstruktive Bronchitis
Andere Formen von allergischem Schnupfen
Allergische Nebenhöhlenentzündung
Überempfindliche Atemwege
Psychosomatische Erkrankungen
Neurodermitis
Schlafstörungen
Erschöpfungszustände, Depressionen
Rheumatische Erkrankungen
Allergien, MCS
Tinnitus